Kritiken zu "Ein Starkes Team: Freundinnen"


Süddeutsche Zeitung:

... Zum einen ist da das weit überdurchschnittlich gute Buch von Markus Stromiedel ...

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Neue Osnabrücker Zeitung:

... Krimifans dürfen sich dabei über einige versteckte Ostereier in dem vertrackten Fall freuen - eine spannende Suche nach der Wahrheit ...

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Westdeutsche Zeitung:

... Verzwickter Fall mit einer überraschenden Wendung ...

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TV Spielfilm:

... Doppelbödiges Spiel zum Mitraten - Tipp des Tages!

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Aus dem Gesicht geschnitten

Von Stefan Fischer

"Es ist alles vorbei", sagt Otto, als aus Sicht der Polizei alles ausgestanden ist. Aber für seine Partnerin Verena ist dies genau das Problem: Es ist vorbei. Unwiederbringlich. "Freundinnen" heißt der neue Fall von Otto Garber und Verena Berthold, die seit nunmehr 14 Jahren im ZDF "Ein starkes Team" bilden. Es muss zu jener Zeit gewesen sein, als die (berufliche) Sache mit Otto losging, dass die Berliner Kriminalkommissarin ihre Schulfreundinnen Doris und Sarah aus den Augen verloren hat. Die drei waren lange Zeit sehr dicke miteinander, aber wie das so ist im Leben, verlaufen selbst solche Busenfreundschaften irgendwann im Sand.
 
Vor Sputniks Saftbar aber begegnet Verena Doris, die sie in einem fernen Kosmos wähnt, weshalb sie einen Moment mehr erschüttert ist als überrascht davon, dass sich beider Umlaufbahnen noch einmal kreuzen. Bald ist auch Sarah wieder an Bord. Es ist gespenstisch, wie ähnlich sich Maja Maranow (Verena), Ursula Karven (Doris) und Nina Kronjäger in diesem Krimi sehen. Wie sich die Geschmäcker ihrer Figuren gleichen, bei Frisuren, Kleidung, Männern. Wie verwechselbar ihr Lachen und ihre Sorgenfalten sind. Somit ist Verena unversehens Teil von zwei starken Teams. Was allerdings auch ihre Verletzbarkeit verdoppelt - wo Vertrauen besteht, sind Enttäuschungen besonders schmerzhaft. Über die Krimihandlung, über die vielen Fährten und überraschenden Wendungen, lässt sich kaum schreiben. Denn so vieles, was in dem Film behauptet wird, stellt sich als falsch heraus.
 
Man kann "Freundinnen" mehrmals sehen: Das erste Mal lebt der Krimi sehr von seiner Spannung. Aber die Figuren sind in ein Seelendrama verwoben, das den Film trägt, auch wenn man den Plot bereits kennt. Das hat drei Gründe. Zum einen ist da das weit überdurchschnittlich gute Buch von Markus Stromiedel. Dann die präzise, auf unterschwellige Wahrnehmung zielende Regie Daniel Helfers. Während einer Lösegeldübergabe etwa ist im Hintergrund die Werbung für einen Lotterie-Jackpot zu sehen und damit das Motiv: der Wunsch, das große Los zu ziehen. Und schließlich haben sich die Schauspieler zu teils überragenden Leistungen animieren lassen. "Freundinnen" ist ein Film der Blicke und Gesten, der Masken und Gesichtsverluste. Die starken Emotionen werden jedoch nicht expressiv ausgespielt.

aus: Süddeutsche Zeitung, 22. März 2008

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Neuer Stil, guter Weg

Von Tom Heise

Vielleicht sollten führende Politiker auf der Suche nach dem Aufschwung in unserer Republik mal ein Gespräch mit Sputnik ( Jaecki Schwarz) führen. Dieser umtriebige Zeitgenosse ist nämlich ein individuelles Wirtschaftswunder. Es vergeht kaum eine Folge der Krimireihe "Ein starkes Team", in der der Freund von Verena (Maja Maranow) und Otto (Florian Martens) nicht eine neue Geschäftsidee verwirklicht. Schade nur, dass der Zuschauer nie erfährt, was aus seinen Aktivitäten wurde.
 
Dieses Mal versucht sich der wagemutige Gastronom an einem Saftladen, dessen Angebote nur Chef Reddemann (Arnfried Lerche) zu schätzen weiß - bis zum eiligen Gang aufs stille Örtchen. Sputniks Innovationen sind in dem Krimi aber das Einzige, in dem es albern wie früher zugeht. Ansonsten heißt die neue, angenehme Qualität der Berliner Ermittler Ernsthaftigkeit. Was sich schon in der Januar-Episode andeutete, setzt sich nun fort. Nicht die Kabbeleien zwischen den Kommissaren, sondern der eigentliche Fall steht im Mittelpunkt. Dabei darf Otto seine pointierte Schnoddrigkeit durchaus behalten, während Verena einiges zu ertragen hat.
 
Autor Markus Stromiedel und Regisseur Daniel Helfer schlagen von Beginn an Haken. Nichts erweist sich bei ihnen als das, was es scheint. Glaubt man als Zuschauer erst, jetzt gebe es einen Krimi um Drogenhandel, in dem Ulrich Kiefer (Götz Schubert) den Bösewicht spielt, wendet sich die Handlung rasch. Verena trifft ihre alten Freundinnen Doris und Sarah wieder (Ursula Karven und Nina Kronjäger). Bald jedoch fällt ein Schuss, und Sarah fällt tot in die Spree. Steckt vielleicht ihr Familienanwalt dahinter? Der dubios wirkende Dirk Jasper (Max Tidof) hätte ein finanzielles Interesse an der Tat...
 
Auf gewohnt gutem Niveau unterhält der Film mit Wendungen, die vor allem Verena emotional berühren. Krimifans dürfen sich dabei über einige versteckte Ostereier in dem vertrackten Fall freuen - eine spannende Suche nach der Wahrheit. Das starke Team ist im mittlerweile 40. Fall mit seinem neuen Stil auf einem guten Weg.

aus: Neue Osnabrücker Zeitung, 22. März 2008

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Was Mädchen so machen

Daniel Helfer schmückt die 40. Folge der Reihe mit starken Darstellern. Das Ermittler- Team Verena (Maja Maranow, I.), Otto und Ben observiert seit Langem den Drogendealer Ulrich Kiefer. Doch der Zugriff scheitert, Kiefers Komplizen Sascha Tadowik gelingt die Flucht, die Lieferung verschwindet. Kiefer ist somit nichts nachzuweisen. Verenas Wut auf ihn ist groß, und das lässt sie den Drogenboss auch spüren. Daraufhin bedroht Kiefer die Kommissarin. Kurze Zeit später begegnet Verena zufallig ihrer alten Jugendfreundin Doris wieder. Sie verabreden sich zu einem Treffen, zu dem auch Sarah Haussmann, die Nachfahrin einer Fabrikantenfamilie und Schulfreundin von Verena und Doris, hinzustößt. Verena ist beeindruckt, als Sarah von ihrem Hilfsfond für brasilianische Waisenkinder erzählt. Nach dem Abschied wird Verena Zeugin eines Mordes: Sarah wird auf offener Straße erschossen und stürzt in die Spree. Da sie Verenas Mantel trug, könnte der Anschlag auch der Ermittlerin gegolten haben. Verena fühlt sich schuldig. Steckt etwa Kiefer dahinter? Der bestreitet die Tat. - Verzwickter Fall mit einer überraschenden Wendung

aus: Westdeutsche Zeitung, 22. März 2008

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Ein starkes Team

Auf frischer Tat wollen die Berliner Ermittler den Drogenhändler Kiefer ertappen. Doch der Zugriff scheitert, der Verdächtige kommt wieder frei - vorher rasselt er allerdings mit Verena (Maja Maranow) zusammen. Tags darauf trifft die ihre alten Freundinnen Doris (Ursula Karven) und Sarah (Nina Kronjäger). Als sich das Trio trennt, fällt ein Schuss. Sarah, die Verenas Schal trägt und die gleiche Haarfarbe hat, fällt tödlich getroffen in die Spree. Steckte Kiefer dahinter? Hat der Schütze die Frauen verwechselt? Oder wollte jemand tatsächlich die Fabrikantentochter erwischen ...?
 
Die Finten und Schlenker der Krimihandlung hätten gut und gerne für zwei Filme gereicht. So wirkt diese Folge etwas überkonstruiert, aber auch deutlich spannender als sonst.
 
Doppelbödiges Spiel zum Mitraten - Tipp des Tages!

aus: TV Spielfilm 06/08, 15. März 2008

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