Kritiken zu "Stubbe - von Fall zu Fall: Tod des Models"


Frankfurter Allgemeine Zeitung:

"...Hier ermittelt einer, der einen Mörder nicht nur als das polizeiliche Gegenüber sieht, sondern ein fühlendes Vaterherz, das die Bestie zur Strecke bringen will. Das wirkt sympathisch und stiftet Identifiaktionsmöglichkeiten für tausende von Vätern, die sich wegen der Flausen ihrer Töchter Sorgen machen..."

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Abendzeitung:

"...Ein Vater-Tochter-Melodram mit Pädagogenhammer: Beinahe wäre das Kind ermordet worden, weil es nicht hören wollte. Natürlich spannend..."

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Leipziger Volkszeitung:

"...Der bislang privateste aller 18 Stubbe-Fälle überzeugte durch die geschickte Verbindung von Familie und Fall, die bis zur persönlichen Betroffenheit ging..."

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Berliner Morgenpost:

"...Was da auf die Filmtochter zukam, verlangte von Vater und Tochter höchsten schauspielerischen Einsatz, den beide so glaubwürdig leisteten, dass es unter die Haut ging. Stubbes Fälle sind ernster geworden..."

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Mitteldeutsche Zeitung:

"...Die Chance, eine Hauptrolle zu spielen, hat Stephanie Stumph überzeugend genutzt. Und Vater Wolfgang Stumph war in seinem jüngsten Fall der beste Stubbe, den er je gespielt hat..."

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Ein Polizist zum Knutschen

von Thomas Kirn

Kommissar Stubbe ist ein Geschöpf des deutsch-deutschen Zusammenwachsens-Willens. Der sächsische Kripo-Schnüffler in Hamburg, kongenial gespielt von Wolfgang Stumph ("Go, Trabbi, go"), wurde mit Familie und viel Sinn fürs Private ausgestattet und hat sich als Kontrastprogramm zu den einsamen Wölfen bewährt, die üblicherweise im Fernsehkrimi neben der Leiche stehen und den Gärtner fragen, wo er zwischen 18 und 24 Uhr am Freitag war. In Stubbes Leben zerren die kniffligen Aufgaben des Berufs fast mit gleicher Kraft an seinem zur Gemütlichkeit neigenden Gemüt wie die Herausforderung, die der Geburtstag der Tante oder der neue Freund der Tochter stellen mögen. Gar nicht zu reden von den Heimsuchungen des Internets, in das Stubbes Familie sich zu verfangen beginnt. In der jüngsten Folge quält sich der Kommissar mit dem Mord an einem Fotomodel, virtuellen Folgen der Bluttat und nebenbei mit Gewichtsproblemen. Gegen letztere hat er ein Fahrrad als Einsatzfahrzeug angeschafft und strampelt so von Vernehmung zu Vernehmung durch Hamburg. Der Eifer des Kriminalisten wird gesteigert durch die Laufstegträume seiner hübschen Tochter: Hier ermittelt einer, der einen Mörder nicht nur als das polizeiliche Gegenüber sieht, sondern ein fühlendes Vaterherz, das die Bestie zur Strecke bringen will. Das wirkt sympathisch und stiftet Identifiaktionsmöglichkeiten für tausende von Vätern, die sich wegen der Flausen ihrer Töchter Sorgen machen, auch wenn sie nicht gleich an Ermordetwerden denken. Im Gesamtpersonal der vom Fernsehen in vielen Kanälen aufgebotenen Verbrecherjäger ist Stubbe der Mann mit Aussichten auf den Preis des nettesten Beamten. Zugleich sind seine Erfinder in Gefahr, es zu übertreiben: Denn wenn Stubbe so weitermacht, wird er bald überhaupt keine Täter mehr fangen, weil ihm das Wohl und Wehe des Privaten zu sehr beansprucht.

aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. November 2000

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Ponkie sieht fern

von Ponkie

Ín jeden Haufen tritt sie hinein, die Stubbe-Tochter (Stephanie Stumph), die im ZDF-Krimi "Tod des Models" (Buch: Peter Kahane und Markus Stromiedel, Regie: Thomas Jacob) unbedingt Model werden will, um es dem Alten (Wolfgang Stumph) zu zeigen. Prompt wartet der Serienmörder. Ein Vater-Tochter-Melodram mit Pädagogenhammer: Beinahe wäre das Kind ermordet worden, weil es nicht hören wollte. Natürlich spannend.

aus: Abendzeitung, München, 27. November 2000

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Stubbe auf Diät

von N. W.

Stubbe auf dem Rad. Stubbe vor Salat. Ein Kommissar auf Diät. So weit das Auge der Ehefrau reicht. Wo es nicht hinreicht, langst Stubbe tüchtig zu. Das Diät-Drama lenkt den Blick auf das Dilemma des Ermittlers. Er bekommt es mit toten Models zu tun, mit einer Model-Agentur und mit einem irritierenden Gefühl im Magen. Das kommt nicht von der Leere - sondern von Tochter Christiane. Die macht einen Mannequin-Kurs, geht auf den Laufsteg - und ist verschwunden. Dabei hatte Stubbe sie vor der Branche gewarnt. Sie laut zusammengestaucht, als sie früh von der Disco kam - und wurde richtig zornig, nachdem er ihr Dessousfoto entdeckte. Als Christiane verschwunden ist, fällt ihm auch der Grund seines ständigen Unwohlseins auf: die ermordeten Models waren alle vom Tochter-Typ. Der bislang privateste aller 18 Stubbe-Fälle überzeugte durch die geschickte Verbindung von Familie und Fall, die bis zur persönlichen Betroffenheit ging. Da spielte dann Wolfgang Stumph unruhig blickend und schwer atmend einen dramatisch mitgenommenen Ermittler, der von bebender Angst um seine Tochter getrieben wird - und ist Stephanie Stumph (Christiane) eine Entführte, die durchaus beklemmend durch das Tal emotionaler Eruptionen kommt. Allerdings war es ein schwerer dramaturgischer Fehler, den Serienmörder so früh zu enttarnen. Dadurch bekam die Psychostudie ein Gewicht, die sie nicht immer hatte.

aus: Leipziger Volkszeitung, 27. November 2000

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Unter die Haut

von Wega Wetzel

Wir haben ihn schon lange ins Herz geschlossen, den sympathischen Fernsehkommissar aus Dresden. Auch bei diesem Fall stand das Familienleben stark im Vordergrund. Doch was da auf die Filmtochter zukam, verlangte von Vater und Tochter (die sie auch im Leben sind) höchsten schauspielerischen Einsatz, den beide so glaubwürdig leisteten, dass es unter die Haut ging. Stubbes Fälle sind ernster geworden, der sächsische Akzent und die kleinen Schrulligkeiten geblieben. Anscheinend ein Erfolgsrezept.

aus: Berliner Morgenpost, 27. November 2000

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Spieldrang

von Manfred Anders

Der Computerspezialist Michael Kranz (von Jörg Schüttauf glaubhaft gespielt) führt ein Doppelleben. Er wird zum Serienmörder, weil er Models das Schicksal seiner Mutter ersparen will. In die Enge getrieben, nimmt er das Jungmodel Christiane (Stephanie Stumph) als Faustpfand. In einem spannungsgeladenen und äußerst emotionalen Finale gelingt es dem Hauptkommissar Stubbe dennoch, das Mädchen, seine Tochter, zu befreien. Soweit zum Film. Stephanie Stumph will Schauspielerin werden und verständlicherweise unter Beweis stellen, daß sie dafür beste Veranlagungen hat. Diesen Wunsch erfüllten ihr die Drehbuchautoren Peter Kahane und Markus Stromiedel. Als Christiane durfte sie nicht mehr nur den Konflikt zwischen den Generation mit ihrem (Film-)Vater austragen, sondern aus dessen Schatten treten. Die Chance, eine Hauptrolle zu spielen, hat sie überzeugend genutzt. Und Vater Wolfgang Stumph war in seinem jüngsten Fall der beste Stubbe, den er je gespielt hat. Logik und menschliche Wärme gehörten von Beginn der Reihe zu den Tugenden des sympathischen Kommissars. Die emotionale Mischung aus Angst und Verbissenheit ließen ihn diesmal noch liebenswerter werden.

aus: Mitteldeutsche Zeitung, 27. November 2000

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